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Punktlandungen - Motivation 12 bis 15
Spiele, bungen und Inputs
Wollen und Ziele setzen, Motivation
Altersgruppe 12 bis +/- 15 Jahre
Die hier angeführten Übungen erheben natürlich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Soweit es mir möglich war, habe ich Quellenangaben hinzu gefügt.

Ziele versteigern (Motivationstraining, Teambuilding)

Beim Ziele versteigern schreiben alle Mitglieder der Mannschaft ca. 5 Ziele, die sie sich für die kommende Saison oder aktuell vornehmen, auf 5 verschiedene Zettel. Alle Zettel werden gesammelt und in einen Hut o.ä. gegeben.
Danach erhalten alle SpielerInnen gleich viel Spielgeld. Der Spieleleiter zieht den 1. Zettel, liest das darauf stehende Ziel vor, und los geht die Versteigerung.
Anmerkung: Alle Zettel sollen gleich aussehen, damit eine Anonymisierung der Ziele der einzelnen Teammitglieder stattfindet. Das heißt, bei der Versteigerung weiß man im allgemeinen nicht, von wem welches Ziel formuliert wurde. Nach und nach werden so die in der Mannschaft vorhandenen Ziele transparent, ohne dass sich jemand „outen“ muss. Außerdem ist es schön zu bemerken, dass die eigenen Ziele immer auch von anderen geteilt werden. Transparent wird auch, wieviel Wert einzelnen Zielen im Team gegeben wird.
Die Ziele sollen persönlich sein, positiv formuliert werden, und erreichbar bzw. messbar sein.
Zielformulierungen muss man gut erklären und kann sie mit diesem Spiel auch üben.
Beispiele für Zielformulierungen aus dem Bereich Fußball:
- In einem Match mindestens 2 gute Laufpässe geben - Eins zu eins Situationen gewinnen - Ein Kopfballtor schießen - Im Offensivsspiel in einem Match mindestens 2 mal bis zur 16ner Linie vorlaufen
Quelle: Ausbildung Spielpädagogik, modifiziert

Video, Video, Video

Die Altersgruppe der Jugendlichen lernt aus dem Vergleich zwischen erlebtem Verhalten und tatsächlichem Verhalten. Es ist für Jugendliche eine besondere Motivation, eigene Fehler zu entdecken, daraus intrinsische Motiivation zu entwickeln und sich selbst zu verbessern, nicht ohne dabei den Trainer/die TrainerIn um Hilfe zu bitten.
Beispiel: Eine Videoaufzeichnung (am besten aus der Vogelperspektive, jede Fussballkantine hat auch ein Dach) von einem Match ist besser als oftmaliges Erklären der Stellungsfehler.

Check: Mentale Fähigkeiten für Jugendlichen

Ziel: Vermittlung eines Überblicks darüber, was mit mentalen Fähigkeiten überhaupt gemeint ist. Da die Fragen praxisnah formuliert sind, empfinden sie viele Jugendliche als motivierend und fühlen sich dazu angeregt, sie als Handlungsanleitungen für ihren Alltag zu übernehmen.
Check: Mentale Fähigkeiten
Das ist Deine erste mentale Trainingseinheit. Mit der nachfolgenden Checkliste analysierst Du Deine Stärken und Schwächen, und lernst gleichzeitig kennen, was mit mentalen Fähigkeiten gemeint ist.
Mit dem Ergebnis der Checkliste erkennst Du, welche Bereiche der mentalen Fähigkeiten Dir liegen, und in welchen Bereichen Du aufholen kannst. Neben jeder Aussage gibst Du Dir selbst eine Note, so wie Du sie in der Schule bekommst. Nur die Bedeutung ist anders: 1 bedeutet: „Mache ich, so ist es, sowieso, na klar, immer...“
5 bedeutet: „Habe ich noch nie daran gedacht, mache ich nie, ist mir neu, bei mir ist das gar nicht so...“
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Ziele setzen
Ich führe ein Trainingstagebuch, bzw. ein Erfolgstagebuch.  
  Ich setze mir Ziele für die kommende Saison.  
  Vor einem Match nehme ich mir vor,
was ich diesmal verwirklichen will.
 
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Vorstellungskraft
Ich übe oft Zielschießen: visiere
das Ziel an, konzentriere mich und
befördere den Ball scharf dorthin,
wo ich es mir vorgestellt habe (z.B.
rechtes, linkes Kreuzeck, Latte
etc.).
 
  Wenn ich einen Trick lerne, gehe
ich ihn abends vor dem
Einschlafen oder bei Gelegenheit
noch einmal im Kopf durch.
 
  Vor einem Match stelle ich mir vor,
wie ich erfolgreich bin: ein Tor
schieße, dem Gegner den Ball
abnehme usw.
 
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Selbstvertrauen
Während eines Matchs verliere ich
nur selten die Nerven.
 
  Wenn ich einen Fehler mache
beschäftigt mich das nicht weiter.
 
  Ich kann meine Trainingsleistung
im Match umsetzen.
 
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Motivation
Beim Match gebe ich immer mein
Bestes.
 
  Wenn wir zurück liegen, kämpfe
ich.
 
  Beim Training bin ich meistens voll
dabei und powere mich aus.
 
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Konzentration
Während eines Matchs ist meine
Aufmerksamkeit immer gegeben.
 
  Ich kann mich in entscheidenden
Situationen gut konzentrieren.
 
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Blockaden
Ich habe recht wenig Angst, einen
Fehler zu machen.
 
  Vor einem Match bin ich positiv
aufgeregt, aber nur wenig nervös.
 
  Während eines Matchs habe ich
keine störenden Gedanken.
 
Mentale Fähigkeiten
Bereich: Teamfähigkeit
Ich kann sagen, wenn mich etwas
ärgert oder mir etwas nicht passt.
 
  Ich vertraue meinen
MitspielerInnen und kann den Ball
abgeben.
 
  Ich unterstütze meine
MitspielerInnen aktiv, und werde
von ihnen unterstützt.
 
Nun gehe die einzelnen Bereiche durch. Deine Stärken liegen dort, wo Du Dir selbst einen 1ser oder einen 2er gegeben hast. Hast Du einen 3er oder mehr, dann kannst Du an diesen Bereichen noch arbeiten.
Wenn Du Lust hast, frage Deinen Trainer nach seiner Meinung – welche „Noten“ gibt er Dir? Wie schätzt er Deine mentalen Stärken und Schwächen ein?
Quelle: selbst erstellt, in Anlehnung an den Check, den Christian Sterr in seinem Buch Mentaltraining vorstellt.

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